Räuchern

Das kleine ABC des Räucherns

Räuchern ist die intensivste Art der Raumbeduftung. Es spielte als Kulthandlung bereits im Altertum bei fast allen Völkern eine wichtige Rolle als Reinigungsprozess zum Wohlstimmen der Gottheiten. Dass die drei Weisen aus dem Morgenland neben Gold auch Weihrauch und Myrrhe als Geschenke mitbrachten, zeigt den grossen Wert dieser Harze in der damaligen Zeit.

Harze und Balsame

Neben Harzen und Balsamen können auch Kräuter und Hölzer zum Räuchern verwendet werden. Harze treten beim Verletzen eines Baumes als aromatisch riechende, klebrige Flüssigkeit aus der Rinde aus, um die Wunde wieder abzudichten. Sie erstarren an der Luft zu einer gelb-braunen, spröden Masse. Balsame enthalten zusätzlich einen grösseren Anteil ätherisches Öl und bleiben an der Luft meist zähflüssig und formbar.

Gebrauchsanweisung

Räuchereien sollten nur in einem speziell dazu geeigneten Gefäss erfolgen. Unsere handgefertigten, formschönen Keramik-schalen sind hitzeresistent und haben einen ca. 5 cm hohen Fuss. Dadurch gibt es keine Rückstrahlung auf die Unterlage und die Schale kann beliebig auch auf Möbeln platziert werden. Der dazu gehörende Deckel verhindert das Springen von Funken. Einfach ca. ¼ einer Kohletablette in die Schale legen und einige Körner der gewünschten Räucherei darauf streuen. Dann die Kohle mit einem Zündholz anzünden und sofort mit dem Deckel zudecken. Um die Kohletablette schneller zum Glühen zu bringen, kann man die Kohletablette auch mit einer geeigneten Pinzette oder Zange in eine Kerzenflamme halten. Die Kohle sofort in die Räucherschale legen, sobald sie zu glühen beginnt, dann einige Harzkörner darauf streuen und den Deckel darüber stülpen.

 

Tipp für Cheminée- und Schwedenofen-BesitzerInnen

Geben Sie nach Belieben einige Harzkörner in die Glut und Ihr Raum wird sofort mit wohlriechenden, reinigenden Düften durchflutet.

  

  

 

Guajakholz

Das Guajakholz (auch Franzosenholz, Heiligenholz oder Schlangenholz genannt) stammt vom Guajakbaum (Guaiacum officinale), der zur Familie der Zygophyllaceae gehört. Der Baum wird bis zu 13 m hoch und wächst in Süd- und Mittelamerika, auf den Bahamas-Inseln und in Florida.

Das Holz ist sehr harzreich (bis 25 %). Beim Erwärmen wird das Harz flüssig und man kann deshalb beim Anzünden gut beobachten, wie es aus dem Holz herausfliesst. Aetherisches Öl ist nur wenig vorhanden. Das Holz ergibt beim Räuchern einen herb-aromatischen Duft und wird gern bei Erkältungskrankheiten wie Grippe und Husten eingesetzt. Achtung: nur sparsam verwenden. 4-5 Holzstückchen genügen völlig.

100 g Beutel: CHF 11.00

 

  

Mastix

Das Harz stammt von der Mastix-Pistazie (Pistazia lentiscus), einem Baum, der im Mittelmeergebiet verbreitet ist und zur Familie der Anacardiaceae gehört. Speziell bekannt für seine Mastix-Produktion ist die Insel Chios in Griechenland.

Mastix wird vor allem in der orthodoxen Kirche anstelle von Weihrauch zum Räuchern verwendet. Es entfaltet einen angenehm würzig-süsslichen Geruch. Ansonsten wird das Harz sehr häufig in der pharmazeutischen Industrie als Klebemittel für Verbände verwendet oder in der Lebens-mittelindustrie als Zusatz für Kaugummis.

20 g Beutel : CHF 27.60

 

 

  

Myrrhe

Myrrhe war neben Gold und Weihrauch eines der Geschenke der heiligen drei Könige und galt im Altertum als sehr kostbar. Das Harz stammt von verschiedenen Arten der Gattung Commiphora (Familie der Burseraceae). Es handelt sich dabei um bis zu 10 m hohe Bäume, die in Aethiopien, im Sudan und auf der arabischen Halbinsel (Jemen und Saudiarabien) vorkommen. Sie sind mit den Weihrauchbäumen nah verwandt.

Das Harz hat einen aromatischen Duft und entfaltet beim Räuchern eine reinigende Wirkung. Als alkoholische Lösung wird es verwendet als keim-abtötendes und wundheilendes Mittel bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

100 g Beutel: CHF 16.40

 

  

  

 

Opoponax (süsse Myrrhe)

Opoponax ist das der Myrrhe am nächsten verwandte Harz und wird durch Anritzen des süssen Myrrhenbaumes (Commiphora erythrea) gewonnen. Der Baum gehört ebenfalls zu den Balsambaumgewächsen (Burseraceae) und gedeiht (zusammen mit dem echten Myrrhenbaum) in Aethiopien und Erythrea.

Im Gegensatz zur gewöhnlichen (herb schmeckenden) Myrrhe riecht Opoponax betörend süss nach Veilchenduft. Es macht besonnen und verleiht eine friedliche Stimmung.

50g Beutel: CHF 16.80

 

 

 

 

 

 

 

  

Patchouliblätter

Unsere Grossmütter verwendeten Patchouliblätter in Form von Duftsäckchen in den Kleiderkästen als Schutz gegen Motten. Die Patchoulipflanze (Pogestemon patchouly) gehört zur Familie der Lippenblütler und wird wegen ihres kräftig intensiven ätherischen Öles in vielen tropischen Ländern angebaut.

Patchouliblätter entwickeln beim Räuchern einen kräftigen, würzigen Geruch, der einen in die Realität zurückholt. Dunkle Gedanken werden verscheucht, Träumereien verfliegen.

30 g Beutel: CHF 6.80

 

 

 

 

 

 

 

  

Rotes Sandelholz

Beim Sandelholz muss man zwischen dem echten (weissen) und dem roten Sandelholz unterscheiden. Botanisch gesehen handelt es sich dabei um zwei ganz verschiedene Pflanzen, die aber ein ätherisches Öl von sehr ähnlicher Zusammensetzung liefern. Das echte (weisse) Sandelholz stammt vom Sandelholzbaum (Santalum album L.) aus der Familie der Sandelholzgewächse (Santalaceae). Der Baum ist in Vorderindien sowie auf Java heimisch und wird dort auch kultiviert. Das Holz ist weiss bis gelblich. Das rote Sandelholz stammt von einem ganz anderen Baum; er hat den lateinischen Namen Pterocarpus santalinus L. und gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler. Der Baum ist in Ostindien und auf den Philippinen heimisch und wird dort auch kultiviert.

Sandelholz entfaltet beim Räuchern einen feinen rosenartigen Duft und ist deshalb sehr beliebt. Das weisse Sandelholz ist etwas feiner im Geruch, das rote Sandelholz wird trotzdem aufgrund seiner intensiven Färbung häufiger verwendet.

50 g Beutel: CHF 6.30

 
        

  

  

 

Siam-Benzoe

Bei der Siam-Benzoe handelt es sich um das Harz des Styraxbaumes (Benzoe tonkinenesis), der in Thailand wächst. Das Harz ist im Baum gewöhnlich nicht vorhanden, sondern wird nur gebildet, wenn der Baum verletzt wird, um die Wunde wieder abzudichten.

Das Harz enthält viel Zimtalkohol, der an Benzoesäure gebunden ist, sowie Spuren von Vanillin. Siam-Benzoe entfaltet deshalb beim Räuchern einen wunder-baren Duft nach Vanille. Es hilft bei Einsamkeit, Traurigkeit und Depressionen.

20g Beutel: CHF 19.50

 

 

  

Tolubalsam

Der Tolubalsam stammt aus Kolumbien und Venezuela. Der Baum (Myro-xylon balsamum) wird bis zu 25 m hoch und gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler.

Der Balsam enthält bis 80 % Harz und ca. 3 % ätherisches Öl. Beim Räuchern verflüssigt sich der Balsam und verschmilzt mit der glühenden Kohle, wodurch sich eine sehr intensive Wirkung ergibt. Tolubalsam wird aufgrund seines hohen Gehaltes an Zimtsäureestern als schleimlösendes Mittel bei Bronchialkatarrh verwendet. Der Duft besteht aus einer feinen Mischung von Vanille und Zimt.

30g Beutel: CHF 15.30

 

  

Weisse Salbeiblätter

Der weisse Salbei (lateinischer Name: Salvia apiana) ist eine der gebräuchlichsten Räuchereien der Indianer Nordamerikas. Er wird deshalb gerne auch als Räuchersalbei bezeichnet. Vom gewöhnlichen Salbei, den wir gerne zum Würzen verwenden, unterscheidet er sich klar durch seine weissen Blätter.

Beim Räuchern entwickeln die Blätter einen herb-erfrischenden Salbei-Duft.

20g Beutel: CHF 12.40

 

 

 

 

 

       

Zimtblüten

Zimtblüten sind die getrockneten Knospen des chinesischen Zimtbaumes (Cinnamomum cassia). Er gehört wie der Ceylonzimt (Cinnamomum ceylanicum) und der Kampferbaum (Cinnamomum camphora) zur Pflanzenfamilie der Lorbeergewächse.

Zimtblüten verströmen einen warm-würzigen, sinnlich-süsslichen Duft und sind sehr angenehm zum Räuchern.

30g Beutel: CHF 5.50

       

 

 

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