Masern Impfung


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Masern Impfung

Masern sind eine vor allem wegen ihren Komplikationen gefürchtete virale Infektionskrankheit, die durch das Masern-Virus ausgelöst werden. Zu einer Übertragung des hoch ansteckenden Masern-Virus kommt es durch Tröpfcheninfektion, einschliesslich sehr kleinen Tröpfchen (Aer-osole), beim Husten oder Niesen. Infektiöse Aerosole können bis zu zwei Stunden nach ihrer Emission in der Luft schweben.

Masern verlaufen üblicherweise in zwei Krankheitsschüben: Ein erster beginnt 7 bis 18 Tage nach der Infektion mit Fieber, Müdigkeit, Bauchschmerzen, Lichtscheu, Entzündung der Schleimhaut im Mund und ist oft begleitet von Husten, Schnupfen und Halsschmerzen. In einem zweiten Schub, zwei bis vier Tage nach Beginn der Symptome, folgt das zweite Stadium mit einem erneuten Fieberanstieg. Die bereits bestehenden Symptome verstärken sich und dazu tritt jetzt ein ausgeprägter Hautausschlag auf.

Unkomplizierte Fälle heilen rasch und ohne bleibende Folgen ab. Es besteht jedoch die Gefahr, dass sich als Komplikation eine Hirnentzündung (= Enzephalitis; 1 auf 1000 Fälle), eine Lungenentzündung (= Masernpneumonie; 10 bis 60 auf 1000 Fälle) oder eine Mittelohre-ntzündung (= Otitis media) entwickelt. Gelegentlich führen Masernkomplikationen zum Tod.

Die Masern sind nicht speziell eine Kinderkrankheit: Sie können in jedem Alter auftreten. Vor Einführung der Impfung waren die Masern weltweit eine Kinderkrankheit, an der fast alle Kinder erkrankten. Seit Einführung der Impfung ist sie stark zurückgegangen. Im Jahr 2019 gab es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in 42 Prozent der Länder weltweit und in mehr als der Hälfte der europäischen Länder, darunter seit 2018 auch in der Schweiz, keine endemische Masernzirkulation mehr. Das bedeutet, dass in diesen Ländern nur noch selten importierte oder mit einem Import in Verbindung stehende Fälle registriert wurden.

Das BAG empfiehlt die Impfung gegen Masern in Kombination mit derjenigen gegen Röteln und Mumps (MMR), seit 2023 vorzugsweise in Kombination mit derjenigen gegen Röteln, Mumps und Windpocken (MMRV). Grund für die Impfung gegen die drei Krankheiten Masern, Mumps, Röteln ist es, deren manchmal äusserst schwer verlaufende Krankheitskomplikationen zu verhindern. Die Impfung gegen Windpocken reduziert zudem das Risiko, später im Leben an Gürtelrose (Herpes zoster) zu erkranken. Die Masern-Impfung wird in Kombination (mit Mumps und Röteln, bzw. mit Mumps, Röteln Varizellen; für die Grundimmunisierung im Kleinkindesalter üblicher-weise kombiniert mit bis zu 5 anderen Basisimpfung empfohlen. Der Schutz währt bei den meisten vollständig geimpften Personen ein Leben lang.

Wann und wie oft soll geimpft werden?

Masern-Mumps-Röteln-Impfung (ev. auch Varizellen):
Es wird ein 2-Dosen-Schema für alle Säuglinge mit je einer Impfdosis im Alter von 9 und 12 Monaten empfohlen. Bei einer Epidemie in der Umgebung oder bei Kontakt mit einem Masernfall wird die Impfung ab 6 Monaten empfohlen, dann sind jedoch 3 Dosen notwendig für einen vollständigen Schutz (In der Apotheke dürfen nur Personen ab 16 Jahren geimpft werden) Nachholung der Impfung bei ungeimpften Kindern/Erwachsenen in jedem Alter möglich;
Vor 1964 geborene Personen sind mit grösster Wahrscheinlichkeit immun, die Nachholimpfung ist deshalb nicht mehr angezeigt.

Falls die MMR-Impfung mit Triviraten® (Rubini-Mumps-stamm, unwirksam) erfolgt ist, sollte die MMR-Impfung (2 Dosen) wiederholt werden.
Auffrischimpfung nicht nötig

Sollten Sie unsicher sein, welche Impfung Sie benötigen, können Sie die Serviceleistung ImpfausweisCheck in unserer Apotheke in Anspruch nehmen.
 

Quelle: BAG und Schweizerischer Impfplan 2025

Mumps Impfung

Mumps ist eine meist harmlos verlaufende Erkrankung von Kindern und Erwachsenen, die durch das Mumps-Virus ausgelöst wird. Zur Übertragung der Krankheit kommt es durch Tröpfchen-infektion beim Husten und Niesen sowie durch Kontakt mit Speichel eines Erkrankten.
Durchschnittlich 14‒24 Tage nach der Infektion treten die ersten, allgemeinen Symptome auf, wie etwa eine leichte Temperaturerhöhung, Unwohlsein oder Kopfschmerzen. Nach 1‒2 Tagen kommt in vielen Fällen eine einseitige, und später häufig beidseitige schmerzhafte Schwellung der Ohrspeicheldrüsen dazu. Zu den häufigsten Komplikationen im Kindesalter gehört die Hirnhautentzündung, die meist ohne Spätfolgen abheilt. Nach der Pubertät tritt bei etwa 20 bis 30 Prozent der erkrankten Männer eine meist einseitige Hodenentzündung auf, die nur selten eine komplette Sterilität verursacht. Bei 5 Prozent der nach der Pubertät erkrankten Frauen führt eine Mumpserkrankung zu einer Eierstockentzündung, die in der Regel nicht zu Sterilität führt. Während den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft ist das Risiko einer Fehlgeburt erhöht, aber Mumps führt zu keinen Missbildungen beim Kind. In jedem Alter kann Mumps sehr selten auch zu einer vollständigen Ertaubung führen.


Wann und wie oft soll geimpft werden?

Masern-Mumps-Röteln-Impfung (ev. auch Varizellen):
Es wird ein 2-Dosen-Schema für alle Säuglinge mit je einer Impfdosis im Alter von 9 und 12 Monaten empfohlen. (In der Apotheke dürfen nur Personen ab 16 Jahren geimpft werden). Nachholung der Impfung bei ungeimpften Kindern/Erwachsenen in jedem Alter möglich; Vor 1964 geborene Personen sind mit grösster Wahrscheinlichkeit immun, die Nachholimpfung ist deshalb nicht mehr angezeigt. Falls die MMR-Impfung mit Triviraten® (Rubini-Mumps-stamm, unwirksam) erfolgt ist, sollte die MMR-Impfung (2 Dosen) wiederholt werden. Die Impfung mit zwei Dosen vermittelt einen in der Regel lebenslangen Schutz vor der Krankheit.

Sollten Sie unsicher sein, welche Impfung Sie benötigen, können Sie die Serviceleistung ImpfausweisCheck in unserer Apotheke in Anspruch nehmen.
 

Quelle: BAG und Schweizerischer Impfplan 2025

Röteln Impfung

Röteln ist eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die durch das Röteln-Virus (Rubi-Virus) ausgelöst wird. Die Ansteckung von Mensch zu Mensch erfolgt durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen, wobei man bereits eine Woche vor bis eine Woche nach Erscheinen der ersten Symptome ansteckend ist.

Bei Kindern und Erwachsenen verläuft die Krankheit meist mild und ist nur etwa in der Hälfte der Fälle von einem feinen, kleinfleckigen Hautausschlag begleitet. Eine Lymphknotenschwellung, besonders im Hals-/Nackenbereich, ist typisch. Gelenkschmerzen sind häufig, vor allem bei erwachsenen Frauen.
Gefürchtet ist eine Rötelninfektion während der Schwangerschaft, weil das Rötelnvirus über die Plazenta in das ungeborene Kind gelangen und zu Missbildungen oder zum Tod des Kindes im Mutterleib führen kann. 

Daher sollen Frauen mit Kinderwunsch vor einer geplanten Schwangerschaft ihren Rötelnimpftstatus überprüfen, d.h. es sollte verifiziert werden, dass sie zwei Dosen des MMR-Impfstoffs erhalten haben.

Wann und wie oft soll geimpft werden?

Masern-Mumps-Röteln-Impfung (ev. auch Varizellen):
Es wird ein 2-Dosen-Schema für alle Säuglinge mit je einer Impfdosis im Alter von 9 und 12 Monaten empfohlen. (In der Apotheke dürfen nur Personen ab 16 Jahren geimpft werden). Nachholung der Impfung bei ungeimpften Kindern/Erwachsenen in jedem Alter möglich; Vor 1964 geborene Personen sind mit grösster Wahrscheinlichkeit immun, die Nachholimpfung ist deshalb nicht mehr angezeigt. Falls die MMR-Impfung mit Triviraten® (Rubini-Mumps-stamm, unwirksam) erfolgt ist, sollte die MMR-Impfung (2 Dosen) wiederholt werden. Die Impfung mit zwei Dosen vermittelt einen in der Regel lebenslangen Schutz vor der Krankheit.

Sollten Sie unsicher sein, welche Impfung Sie benötigen, können Sie die Serviceleistung ImpfausweisCheck in unserer Apotheke in Anspruch nehmen.
 

Quelle: BAG und Schweizerischer Impfplan 2025

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