09. April 2026

Zwischen Strandhund und Zecke: Gut informiert unterwegs

Zwischen Strandhund und Zecke: Gut informiert  unterwegs

Ob Hotelkatze, Strandhund oder Bauern-hofziege – Tiere begleiten viele Ferien-momente. Meist ist der Kontakt harmlos, vereinzelt können jedoch Erreger übertragen werden. Mit einfachen Massnahmen lässt sich das Risiko senken.

(Ines Canviente, geschäftsführende Apothekerin in Co-Leitung, Medbase Apotheke Winterthur Oberi)

So schützen Sie sich

  • Hände nach jedem Tierkontakt gründlich waschen
  • Gesicht nicht mit ungewaschenen Händen berühren
  • Kratzer und Bisswunden sofort reinigen und beobachten
  • Nach Aufenthalten im Grünen Haut und Kleidung auf Zecken kontrollieren
  • Mückenschutz konsequent anwenden und Stiche nicht aufkratzen

 

Hunde und Katzen

In vielen Ferienregionen begegnet man am Strand oder rund ums Hotel häufig Hunden und Katzen. Ein kurzer Kontakt mit den Tieren ist meist unproblematisch. Relevant wird es, wenn mangelnde Handhygiene ins Spiel kommt. Gelangen Erreger über die Hände in den Mund, kann es zu Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Erbrechen kommen. Da Hunde- und Katzenbisse das Risiko einer Tollwut-übertragung bergen, ist es ratsam, den Kontakt mit streunenden Tieren möglichst zu vermeiden.

Katzenkratzkrankheit 

Bisse oder Kratzer durch Katzen wirken oft harmlos, können aber tiefe bakterielle Infektionen verursachen. Typische Symptome der sogenannten Katzenkratzkrankheit sind ein kleines rotes Knötchen an der Wunde sowie später schmerzhafte, geschwollene Lymphknoten, teilweise begleitet von Fieber oder Kopfweh. Meist verläuft die Erkrankung gutartig, die Beschwerden können jedoch länger anhalten. Wichtig sind eine gründliche Reinigung der Wunden und eine sorgfältige Beobachtung der Symptome.

Mücken

In vielen Urlaubsdestinationen können Mücken Krankheitserreger übertragen, etwa Dengue-, Zika- oder West-Nil- Viren. Die Ansteckung erfolgt über Stiche. Ein konsequenter Mückenschutz mit geeigneter Kleidung, Mückenspray und Moskitonetz reduziert das Risiko deutlich.

ZeckenCheck


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Zecken

Zecken sind nicht nur im Wald, sondern auch in Parks, Gärten oder auf Wiesen anzutreffen. 
Sie können Krankheiten wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Borreliose übertragen. Wer sich im Grünen aufgehalten hat, sollte anschliessend Haut und Kleidung untersuchen. Zecken sind rasch zu entfernen, und die Stichstelle sollte beobachtet werden.

Reptilien

Schildkröten, Echsen oder Schlangen können Salmonellen in sich tragen, ohne selbst krank zu sein. Das Infektionsrisiko entsteht vor allem über die Hände. Nach dem Kontakt mit Reptilien oder ihrer Umgebung ist deshalb gründliches Händewaschen besonders wichtig.

Vogelkrankheit

Wellensittiche, Papageien oder Tauben können in seltenen Fällen Bakterien übertragen, die grippeähnliche Symptome oder Atembeschwerden auslösen. Die Ansteckung kann beim Streicheln der Tiere oder durch Einatmen von Staub und Kotpartikeln erfolgen.

Wann abklären lassen?

Bei starkem oder anhaltendem Durchfall, Fieber, Blut im Stuhl, deutlicher Schwäche oder entzündeten Wunden sollte frühzeitig medizinischer Rat eingeholt werden. Dies gilt insbe-sondere für Kinder, Schwangere und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem. Bei starken allergischen Reaktionen auf Insektenstiche oder bei Symptomen wie Atemnot, starkem Hautausschlag, geschwollener Zunge oder Kreislaufproblemen ist umgehend ärztliche Hilfe erforderlich.

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