Jedes Kilo zählt
Ein gesundes Körpergewicht ist hilfreich, um Hämorrhoiden vorzubeugen, denn jedes Kilo belastet den Beckenboden zusätzlich. Setzen Sie bei der Gewichtsreduktion auf langfristige Veränderungen statt auf radikale Diäten. Das führt zwar langsamer zum Ziel, wirkt dafür aber nachhaltiger.
Sanft reinigen
Eine milde und sorgfältige Reinigung beugt Reizungen und Entzündungen vor. Verwenden Sie weiches Toilettenpapier, das Sie mit lauwarmem Wasser anfeuchten. Das schont die sensible Haut im Analbereich. Verzichten Sie auf starkes Reiben oder aggressive Reinigungsmittel, da diese den Juckreiz oder das Brennen verstärken können.
Stuhlgang ohne Pressen
Ein weicher Stuhl erfordert kein starkes Pressen und erleichtert den Toilettengang. Trinken Sie morgens direkt nach dem Aufstehen ein Glas stilles, lauwarmes Wasser. Das entspannt den Magen-Darm-Trakt, regt die Darmbewegung an und hält den Stuhl weich. Auch ein Toiletten-hocker, also eine Art Fussschemel, kann hilfreich sein. In der natürlichen Hockhaltung entspannt sich der Beckenboden, und der Darm ist nicht geknickt. Das erleichtert die Entleerung. Bei festerem Stuhl den Kopf so weit wie möglich zur Seite drehen und mit gespitzten Lippen ausatmen. So fällt die Ausscheidung leichter, ohne dass sich der Druck im Bauchraum erhöht.
Stuhldrang nicht unterdrücken
Wird der natürliche Stuhldrang häufig unterdrückt, liegt der Stuhl länger im Darm und kann sich verhärten. Das erschwert die Entleerung und erhöht das Risiko für eine chronische Verstopfung.
Ärztlichen Rat einholen
Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie an Verstopfung leiden oder Hämorrhoiden haben. Sie können einschätzen, ob eine Selbstbehandlung ausreicht oder eine gezielte medizinische Therapie erforderlich ist. In jedem Stadium lässt sich der Heilungsverlauf durch eigene Massnahmen positiv beeinflussen. Je früher Sie mit der Behandlung beginnen, desto besser sind die Erfolgsaussichten.