Wissenswertes über Wermut
- Der graufilzig behaarte, aufrechte Halbstrauch wird 30 bis 80 Zentimeter hoch. Er bevorzugt trockene, warme Standorte und wächst bei uns häufig an Wegrändern.
- Traditionell wird Wermut bei Appetitlosigkeit und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Auch seine Anwendung gegen Madenwürmer und andere Parasiten ist bekannt. Die englische Bezeichnung «Wormwood» verweist sprachlich auf diesen Zusammenhang.
- Seine antiparasitäre Wirkung wurde bisher vor allem bei Tieren nachgewiesen; am Menschen fehlen klinische Studien noch. Vielversprechend sind Hinweise, dass Bittermittel das allgemeine Wohlbefinden positiv beeinflussen können – etwa bei Müdigkeit, Erschöpfung oder Stress.
- Verwendet werden die im Spätsommer gesammelten, unscheinbar blühendenTriebspitzen und Blätter. Für Erwachsene sind Tee, Pulver, Frischpflanzenpresssäfte und Urtinkturen erhältlich. Wegen des intensiven Geschmacks kann die Urtinktur in kleinen, tropfenweise dosierten Mengen als angenehmer empfunden werden.
- Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sowie bei Erkrankungen der Gallenwege und der Leber darf Wermut nicht verwendet werden. Auch bei Allergien gegen Beifussgewächse oder andere Korbblütler ist Vorsichtgeboten. Wir beraten Sie gerne in der Berg-Apotheke by Medbase.

Illustration: Gabi Kopp
Ein Beitrag der Berg-Apotheke by Medbase in Zürich.
(Samuel Hasler, Eidg. dipl. Apotheker in der Berg-Apotheke by Medbase, Zürich, mit über 2000 Heilkräutern und Tinkturen)