Unterschied zur Blasenentzündung
Vaginalmykose und Blasenentzündung verursachen unterschiedliche Beschwerden. Während Vaginalpilz meist zu Juckreiz, Rötungen und Ausfluss führt, zeigt sich eine Blasenentzündung oft durch häufigen Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und Schmerzen im Unterbauch.
In manchen Fällen treten beide Erkrankungen gleichzeitig auf, da sich Pilze auch in Richtung Harnröhre ausbreiten können.
Die richtige Behandlung
Pilzinfektionen lassen sich mit Medikamenten behandeln, die gezielt gegen Pilze wirken, sogenannten Antimykotika. Ergänzend können Antiseptika zur allgemeinen Keimreduktion eingesetzt werden. Die Wirkstoffe stehen in verschiedenen Darreichungs-formen zur Verfügung. Häufig erfolgt die Behandlung lokal, etwa mit Cremes oder Vaginalzäpfchen. In bestimmten Fällen kommen Tabletten zum Einsatz. Sie wirken im ganzen Körper. Mit diesen Mitteln lassen sich die Beschwerden meistens gut behandeln. Halten sie länger als sieben Tage an oder treten sie erneut auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Da Vaginalpilz übertragen werden kann, ist es sinnvoll, während der akuten Phase auf Geschlechtsverkehr zu verzichten. Die Frage, ob auch der Partner oder die Partnerin mitbehandelt werden soll, beantwortet die Hausarzt- oder die Gynäkologiepraxis.
Es empfiehlt sich, auf Reisen ein kleines Notfallset aus der Apotheke mitzunehmen, bestehend aus Vaginalzäpfchen und -creme.