14. Juli 2025

Reisekrankheit: Wenn Ihnen unterwegs schlecht wird

Reisekrankheit: Wenn Ihnen unterwegs schlecht wird

Vielen Menschen wird auf Reisen übel. Aber keine Sorge, es gibt bewährte Methoden, die helfen können. So geniessen Sie Ihre nächste Reise unbeschwert.

(Text: Nelly Richina, eidg. dipl. Apothekerin FPH und Geschäftsführerin der Berg-Apotheke by Medbase, Zürich)

Das tut dem Magen gut

Verzichten Sie vor der Fahrt auf schwere, fettige Speisen. Ingwer wirkt auf natürliche Weise gegen Übelkeit. Auch das Kauen – zum Beispiel von Kaugummi – kann lindernd sein.

Den besten Sitzplatz wählen

Wählen Sie den ruhigsten Sitzplatz: Im Auto und im Bus ist das vorne, im Flugzeug über den Tragflächen und auf dem Schiff in der Mitte.

Körper ruhig halten

Blicken Sie in Fahrtrichtung auf einen festen Punkt am Horizont. Stützen Sie den Kopf ab, um ruckartige Bewegungen zu minimieren. Frische Luft kann ebenfalls dazu beitragen, Übelkeit zu lindern.

Akupressur anwenden

Mit sanftem Druck auf den Nei-Kuan-Punkt lässt sich Übelkeit reduzieren. Akupressur-Armbänder unterstützen diesen Effekt.

Medikamente gezielt einsetzen

Reisekaugummis verschaffen bei akuter Übelkeit Linderung. Wenn Ihnen auf Reisen regelmässig schlecht wird, kann ein vorbeugendes Medikament sinnvoll sein – allerdings machen viele davon müde. Auch homöopathische Mittel wie Nux vomica oder Cocculus zeigen bei manchen Reisenden eine positive Wirkung. Besonders bewährt hat sich zudem Ingwer. Sie können ihn als Tee, in Kapselform, als Bonbon, kandiert oder als Magentropfen einnehmen. Starten Sie am besten eine halbe Stunde vor Reisebeginn mit der Einnahme und wiederholen Sie diese bei Bedarf alle 4 Stunden.

Wir sind für Sie da

Lassen Sie sich in Ihrer Medbase Apotheke zum Thema Reiseübelkeit beraten.


Wie entsteht Reisekrankheit?

Das Gleichgewichtsorgan im Innenohr nimmt Bewegungen, Kurven, Turbulenzen oder Beschleu-nigung wahr. Stimmen diese Eindrücke nicht mit den Informationen der Augen überein, erhält das Gehirn widersprüchliche Signale. Da es diese nicht richtig verarbeiten kann, löst es eine Alarmreaktion aus. Die Folge: Schwindel, Blässe, Schweissausbrüche, Müdigkeit – und oft auch Übelkeit. Besonders häufig sind Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren von der Reise-krankheit betroffen. Doch auch viele Erwachsene leiden darunter, Frauen häufiger als Männer.

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