01. März 2022

Heuschnupfen - Wichtiges über Symptome und Behandlung

Heuschnupfen - Wichtiges über Symptome und Behandlung

Kennen Sie das Gefühl von Niessalven, verstopfter Nase und juckenden Augen, sind aber nicht erkältet? Vielleicht steckt eine Pollenallergie hinter den Beschwerden.

Jede dritte bis vierte Person in der Schweiz leidet an einer Allergie. Einer der häufigsten Auslöser sind Pollen, welche zu Heuschnupfen führen.

Was ist Heuschnupfen?

Unter Heuschnupfen oder allergischer Rhinitis versteht man eine Allergie gegen Pollen. Diese tritt meistens im Frühling oder Sommer während der Pollenflugzeiten auf.

Durch die allergische Reaktion reagieren besonders die Augen und die Nase stark und lösen unangeneheme Symptome aus: 

  • verstopfte Nase, Fliessschnupfen, Niessattacken
  • juckende, brennende oder tränende Augen

Weitere mögliche Symptome sind:

  • Kratzen oder Brennen im Hals und Gaumen
  • Husten oder allergisches Asthma
  • Enzündungen der Nasennebenhöhlen
     

Ursache: Wie kommt es zu Heuschnupfen?

Bei Heuschnupfen reagiert das Immunsystem mit einer Abwehrreaktion auf einen eigentlich harmlosen Anteil der Pollen, das sogenannte Allergen.

Dabei werden verschiedene Gewebshormone in der Haut und den Schleimhäuten freigesetzt. Diese chemischen Stoffe (Histamine) wiederum lösen eine Entzündung der Nasenschleimhaut und Bindehaut der Augen aus. Daher soll der Kontakt zu den Allergenen (auslösenden Pollen) wenn immer möglich verhindert oder zumindest reduziert werden. Beim Pollenflug hilft es, eine Sonnenbrille zu tragen und Aufenthalte im Freien zu verkürzen. Mit einer Nasenspülung werden die Pollen auf den Schleimhäuten mechanisch weggeschwemmt.

Kann man gegen Heuschnupfen immun werden?

Im Gegensatz zu anderen überstandenen Infektionen werden Allergiker gegen die Substanzen, respektive Allergene leider nicht immun. Das Immunsystem erinnert sich an das Allergen, erkennt es sofort und innerhalb von wenigen Minuten kommt es bereits zur allergischen Reaktion. Erst, wenn der Tränenfluss die Allergene aus den Augen geschwemmt hat, nehmen die Symptome langsam wieder ab.
 

Behandlung

Welche Medikamente lindern die Beschwerden am besten?

Da jeder Mensch anders auf Heuschnupfen reagiert, gibt es kein Patentrezept. Zudem haben Patienten die Wahl zwischen chemischen und pflanzlichen Präparaten.

  • Antiallergika: Auch Antihistaminika genannt, sind Wirkstoffe, welche antiallergisch wirken. Sie können als Tabletten eingenommen werden oder kommen als Nasenspray oder Augentropfen zum Einsatz.
  • Pflanzliche Wirkstoffe: Sie behandeln den Körper weniger spezifisch, dafür ganzheitlich, und zeigen selten Nebenwirkungen. Spagyriksprays, Pestwurz oder Schwarze Johannisbeere als Knospenmazerat sowie homöopathische Medikamente helfen im Akutfall.
  • Kochsalzlösung: Eine Nasenspülung mit Kochsalzlösung oder Meerwasser hilft die verstopfte Nase zu reinigen, Pollen zu entfernen und die Nasenschleimhaut zu befeuchten.

 

Wir beraten Sie gerne

Tabletten oder Nasenspray? Chemischer oder pflanzlicher Wirkstoff?

In der Medbase Apotheke zeigen wir Ihnen die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten für Heuschnupfen auf und beraten Sie indivuell.


Gewöhnt sich der Körper an Antiallergika?

Antiallergika verlieren ihre Wirkung nicht. Der Körper zeigt keine Gewöhnung und sie können bedenkenlos über längere Zeit eingenommen werden.

Mit Heuschnupfen zum Arzt oder in die Apotheke?

Betroffene können sich in den Medbase Apotheken beraten lassen, ob sie wirklich unter einer Pollenallergie leiden und welche Behandlungsmöglichkeiten zur Wahl stehen.

Die Behandlung richtet sich nach Befund und Stärke der Symptome. Bei ausserordentlich starken Symptomen oder Verdacht auf Asthma ist ein Arztbesuch angezeigt.

 

Vorbeugung: Was kann man gegen Heuschnupfen tun?

  • Aus der Pflanzenheilkunde haben sich Schwarzkümmelöl-Präparate bewährt. Etwa einen Monat vor der Pollensaison eingenommen, können sie die Intensität der Beschwerden deutlich lindern.
  • Cromoglycinsäure-Präparate stabilisieren die Mastzellen (Abwehrzellen des Immunsystems), welche Histamin produzieren, und schwächen somit akute Episoden des Heuschnupfens ab. Einen ähnlichen Effekt kann man durch die Gabe von Calcium erreichen.

 

Tipps bei Heuschnupfen

Es gibt viele Gründe, sich auf den Frühling zu freuen, auch wenn Sie unter Heuschnupfen leiden. Beachten Sie folgende Tipps und lassen Sie sich in Ihrer Medbase Apotheke beraten.

  1. Infos zum Pollenflug und weitere Tipps auf der Website von aha! Allergiezentrum Schweiz.
  2. Wäsche zum Trocknen oder Lüften nicht draussen aufhängen.
  3. Während der Heuschnupfensaison stosslüften und bei längerem Regenwetter ausgiebiger lüften.
  4. Nach kurzem Platzregen nicht Lüften und die Fenster geschlossen halten. Denn die Pflanzen blühen danach auf und die Pollenbelastung steigt.
  5. Beim Autofahren die Fenster schliessen und in der Lüftung einen Pollenfilter integrieren lassen. Diesen im Winter regelmässig reinigen.
  6. Abends die Haare waschen und die Strassenkleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen hilft, dass möglichst wenig Pollen die Nachtruhe stören.
  7. Vor dem Zubettgehen die Schleimhäute von Augen und Nase mit Kochsalzlösung spülen.
  8. Freibäder weisen eine geringere Pollenbelastung auf als natürliche Gewässer.


Zusätzlich ein Allergietagebuch führen

Nur, wer die Allergene kennt, auf die der eigene Körper reagiert, kann handeln und den Kontakt vermeiden, vorbeugende Massnahmen treffen sowie die richtige Therapie finden. Dafür müssen Sie sich genau beobachten: Welche Beschwerden treten auf? Wann treten die Beschwerden auf? Wir empfehlen Ihnen ein Allergietagebuch zu führen. Darin notieren Sie alle Auffälligkeiten rund um Ihre allergische Reaktion. Wenn Sie herausgefunden haben, worauf Sie allergisch reagieren, sollten Sie dieses Allergen – wenn möglich gänzlich – vermeiden.
 

Häufig gestellte Fragen

Ist Heuschnupfen heilbar?

Mit einer allergenspezifischen Immuntherapie (Desensibilisierung) können die Beschwerden gelindert werden oder sogar ganz verschwinden. Das langsame Angewöhnen des Körpers erstreckt sich über drei bis fünf Jahre und wird von einem Arzt durchgeführt. Die Allergene werden in steigender Dosierung gespritzt. Wichtig ist der Start vor der Pollensaison.

Wer erkrankt an Heuschnupfen?

An Heuschnupfen kann jede Person, unabhängig von Alter und Geschlecht erkranken.

Wie hängen Asthma und Heuschnupfen zusammen?

Beim sogenannten Etagenwechsel verlagern sich die allergischen Reaktionen der oberen Atemwege (Nase-Rachen- Raum) auf die unteren (Bronchien und Lunge). Diesen Effekt kann man am ehesten vermeiden, indem man die Allergie konsequent behandelt. Unbehandelt geht ein Heuschnupfen oft in ein allergisches Asthma über.

 

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