Hitzepickel einfach erklärt
Hitzepickel – medizinisch Miliaria – entstehen, wenn Schweissdrüsengänge verstopfen und sich Schweiss unter der Haut staut. Umgangssprachlich werden sie Hitzeausschlag, Schweiss- oder Hitzebläschen genannt. Sie treten häufig bei grosser Hitze oder hoher Luftfeuchtigkeit auf, etwa bei Reisen in tropische Regionen. Auch starkes Schwitzen, zum Beispiel beim Sport, bei körper-licher Arbeit oder während eines fieberhaften Infekts, kann sie auslösen. Die Hautreaktion äussert sich meist in Form von kleinen Bläschen oder Pickelchen. Sie können jucken, sind jedoch harmlos und nicht ansteckend. In der Regel verschwinden sie nach kurzer Zeit wieder.
Besonders betroffen
Hitzepickel können grundsätzlich in jedem Alter auftreten, wobei starkes Übergewicht das Risiko erhöht. Besonders häufig sind sie bei Säuglingen, weil ihre Schweissdrüsengänge noch nicht vollständig entwickelt sind.
Typische Anzeichen von Hitzepickeln
Hitzepickel kommen vor allem an Körperstellen mit vielen Schweissdrüsen vor, etwa unter den Achseln, am Dekolleté oder am Rücken. Auch Hautfalten, in denen sich Wärme und Schweiss stauen – zum Beispiel Armbeugen, Kniekehlen oder Leiste –, sind häufig betroffen. Es gibt verschiedene Formen des Hitzeausschlags. Je nachdem, in welchem Bereich die Schweiss-drüsengänge verstopfen, unterscheiden sich die Pickel im Aussehen sowie in den Begleit-symptomen.
Die verschiedenen Formen von Hitzepickeln
Hitzepickel werden in verschiedene Formen unterteilt. Bei Miliaria cristallina sind die Schweiss-drüsengänge an der Hautoberfläche verstopft. Es entstehen kleine, klare Bläschen, die meistens rasch wieder verschwinden. Miliaria rubra liegt etwas tiefer in der oberen Hautschicht und zeigt sich durch gerötete, juckende Knötchen. Bei Babys tritt sie häufig im Windelbereich oder am Rumpf auf.
Seltener ist Miliaria profunda: Hier liegt die Verstopfung noch tiefer in der Haut, wodurch feste Knötchen entstehen, und die betroffenen Hautstellen können kaum noch schwitzen.