20. März 2026

Bluthochdruck: Die stille Gefahr

Bluthochdruck: Die stille Gefahr

Viele Menschen leben mit erhöhtem Blutdruck, ohne es zu wissen. Meist spürt man die so-genannte Hypertonie erst, wenn sie schon Schäden angerichtet hat. Umso wichtiger ist es, die Risiken zu kennen und frühzeitig zu handeln. Ein Überblick.

Was ist Bluthochdruck? 

Der Blutdruck sorgt dafür, dass das Blut im Körper zirkuliert und alle Organe mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Von Bluthochdruck – medizinisch Hypertonie – spricht man, wenn der Druck in den Arterien dauerhaft zu hoch ist. Das belastet das Herz sowie die Gefässe und erhöht das Risiko für Herz Kreislauf-Erkrankungen deutlich.

Wann ist der Blutdruck zu hoch? 

Die Masseinheit für den Blutdruck ist Millimeter Quecksilbersäule (mmHg). Zuerst wird der systolische Blutdruck an gegeben, also der Druck, wenn sich das Herz zusammenzieht. Der zweite Wert entspricht dem diastolischen Blutdruck, also dem Druck, der herrscht, wenn sich der Herzmuskel entspannt.

Wie wird der Blutdruck richtig gemessen? 

Der Blutdruck wird mit einer Manschette gemessen, die auf Herzhöhe am Oberarm angebracht wird. Für die Messung wird sie mit Luft gefüllt, bis sie den Blutfluss kurz stoppt. Anschliessend wird die Luft langsam wieder abgelassen und das Blut fliesst wieder. Dabei werden die Messwerte ermittelt. Für zuverlässige Ergebnisse sollten Sie vor der Messung fünf Minuten ruhig sitzen, körperliche Aktivität und Kaffee vermeiden, die Beine nicht überkreuzen und die Manschette korrekt anlegen. Drei Messungen mit an schliessender Mittelwertbildung liefern besonders aussagekräftige Werte.

  • Bluthochdruck (Hypertonie) > 140 zu 90 mmHg
  • Erhöhter Blutdruck bis 139 zu 89 mmHg
  • Optimaler Blutdruck < 120 zu 70 mmHg
  • Blutniederdruck (Hypotonie) < 100 zu 60 mmHg
     

Was führt zu Bluthochdruck?

Es gibt zwei Arten von Bluthochdruck. Die sogenannte primäre Hypertonie, bei der kein direkter Auslöser erkennbar ist. Oft ist es eine Kombination verschiedener Faktoren wie Alter und Lebensstil, die den Blutdruck mit der Zeit ansteigen lässt. Die sekundäre Hypertonie hingegen wird durch Erkrankungen wie Nieren-, Nebennieren- oder Schilddrüsenstörungen verursacht. Sie liegt in etwa 10 Prozent der Fälle vor. Wird die Grunderkrankung behandelt, normalisiert sich oft auch der Blutdruck. 

Psychische Belastungen wie Stress, Angst oder innere Anspannung können den Blutdruck kurzfristig in die Höhe treiben. Der Grund: In Stresssituationen schüttet der Körper Hormone aus, die den Herz schlag beschleunigen und den Blutdruck erhöhen. Dauerhafter Stress wirkt sich deshalb negativ auf den Blutdruck aus.

Blutdruckmessung

Sie fragen sich, ob Ihr Blutdruck in Ordnung ist? In den Medbase Apotheken können Sie Ihren Blutdruck durch eine spezialisierte Fachperson messen lassen.

Jetzt Termin buchen

 

Wie macht sich Bluthochdruck bemerkbar? 

Hypertonie entwickelt sich schleichend und verursacht über Jahre hinweg keine spürbaren Beschwerden. Erst mit der Zeit treten Symptome wie Schwindel, Kopf schmerzen, Kurzatmigkeit oder Herz klopfen auf

Welche Schäden kann Bluthochdruck anrichten?

Ist der Blutdruck über längere Zeit zu hoch, belastet das nicht nur das Herz, sondern auch Organe wie die Nieren, die Augen oder das Gehirn. Die Gefässe altern schneller und verkalken frühzeitig (Arteriosklerose) – mit möglichen Folgen wie Sehstörungen, Nierenschäden oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem steigt das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden.

Wie kann man den Blutdruck senken?

Der Blutdruck lässt sich mit Medikamenten und einem gesunden Lebensstil senken. Entscheidend ist: Die medikamentöse Therapie ist eine Unterstützung, ersetzt aber nicht eine gesundheits- bewusste Lebensweise.

Zu Beginn wird meist versucht, den Blut druck ohne Medikamente zu regulieren. Ein aktiver Lebensstil, eine gesunde und salzarme Ernährung, wenig Stress sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sind dabei wesentlich, genauso wie die Reduzierung von Übergewicht.

Zur Behandlung von Bluthochdruck stehen verschiedene blutdrucksenkende Medikamente mit unterschiedlichen Wirkstoffen zur Verfügung: entwässernde Mittel, gefässerweiternde Substanzen und Medikamente, die das Stresssystem regulieren oder gefässverengende Enzyme hemmen. Welche Mittel zum Einsatz kommen, hängt vom Alter, von bestehen den Erkrankungen und möglichen Folgeschäden ab.

Medbase on Facebook
nach oben

Wir verwenden Cookies und ähnliche Technologien, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern, unseren Datenverkehr zu analysieren, Inhalte und Werbung zu personalisieren und Social Media-Funktionen bereitzustellen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.