28. April 2021

Beginn der Wechseljahre

Beginn der Wechseljahre

Was im Körper einer Frau genau passiert, welche Beschwerden am häufigsten auftreten und was Abhilfe schaffen kann, lesen Sie hier.

Hitzewallungen und schlaflose Nächte

Früher oder später machen sich die typischen Begleiterscheinungen der Wechseljahre bei fast jeder Frau bemerkbar. Einige leiden mehr, andere weniger. Für ältere Generationen war dieses Thema ein Tabu, heute ist das zum Glück nicht mehr so. Es wird offen über die Beschwerden gesprochen und nach Lösungen gesucht.

Wechseljahre
Die Wechseljahre sind auch bekannt als Klimakterium oder Perimenopause. Es handelt sich dabei um den Abschnitt im Leben einer Frau, der den Übergang von der fruchtbaren zur unfruchtbaren Phase kennzeichnet und bis ein Jahr nach der Menopause dauert.

Menopause
Als Menopause bezeichnet man den Zeitpunkt der letzten spontanen Menstruationsblutung. Frauen erleben sie durchschnittlich im Alter von 51 Jahren.
 

Beginn der Wechseljahre

Wenn sich eine Frau nicht sicher ist, ob der Prozess der Abänderung bereits im Gange ist, können Hormonspiegelmessungen Aufschluss geben.

In den Wechseljahren verlieren die Eierstöcke allmählich ihre Fähigkeit, Östrogen und Progesteron zu produzieren. Im Blut sollte also ein tieferer Wert dieser Hormone messbar sein. Es gibt aber noch einen weiteren messbaren Faktor im Blut, der als Indiz dient: das follikelstimulierende Hormon (FSH). Es handelt sich um das dritte Sexualhormon des weiblichen Körpers, welches die Eibläschen zu voll funktionsfähigen Eizellen heranreifen lässt. Ist die Konzentration an FSH erhöht, deutet dies auf Abänderung hin. In den Wechseljahren versucht der Körper durch vermehrte Bildung von FSH die Funktion der Eierstöcke wieder anzukurbeln. Der FSHSpiegel im Blut kann sogar die Vorhersage der letzten Monatsblutung, also der Menopause, ermöglichen.

Wechseljahrbeschwerden sind natürlich
Die Abänderung macht sich bei rund 60 % aller Frauen durch Beschwerden bemerkbar. Früher waren es die «Tage vor den Tagen» mit Unterleibsschmerzen, Brustspannen oder Stimmungsschwankungen, die den Alltag beeinträchtigt haben. Wie das prämenstruelle Syndrom gehören auch die Wechseljahrbeschwerden zum natürlichen Prozess. Die Medbase Apotheken begleiten Kundinnen durch diese Lebensphase und haben einige Tipps auf Lager.

Hitzewallungen und Schweissausbrüche
Es kann zu unkontrollierten Wärmeschüben kommen. Schweissausbrüche, erhöhte Herzfrequenz und Rötungen im Gesicht sind häufige Begleiter. Als besonders störend empfinden viele Frauen die Schübe in der Nacht, wenn sie verschwitzt aufwachen und anschliessend kaum mehr einschlafen können. Oftmals führt dies am nächsten Tag zu Kopfschmerzen und Müdigkeit. Auf Dauer wirkt sich das negativ auf die Lebensqualität aus.

Stimmungsschwankungen
Die Wechseljahre haben nicht nur physische Auswirkungen, auch die Psyche kann leiden. Seelisches Ungleichgewicht, Reizbarkeit, Nervosität und Stimmungsschwankungen können folgen. Im schlechtesten Fall entwickelt sich eine Depression.

Scheidentrockenheit
Die Abnahme der Östrogenproduktion im Körper kann Scheidentrockenheit auslösen, denn der Vaginalbereich reagiert stark auf die hormonellen Schwankungen. Der Verlust des Östrogens führt zu einer schlechteren Durchblutung sowie Ausdünnung der Schweidenwand. Ausserdem ist die natürliche Befeuchtung nicht mehr so ausgeprägt. Die Folge ist eine geringere Elastizität des Gewebes und ein trockenes Gefühl im Intimbereich.

Weitere typische Beschwerden
Angstgefühle, Schwindel, Herzklopfen, trockene Haut und Schleimhäute, Gewichtszunahme, Harninkontinenz aufgrund Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur und Libido-Verlust.


 

Abhilfe gegen die Beschwerden

Auf der Suche nach Linderung stösst man auf unzählige Behandlungsmöglichkeiten. Es wird zu pflanzlichen Mitteln, psychologischen Strategien sowie Bewegung und Sport geraten. Im Gegensatz zu Alltagsratgebern, die eine Fülle unterschiedlicher Empfehlungen bieten, weiss die Wissenschaft heute genau, was hilft und was nicht.

Die Möglichkeiten zur Behandlung von Wechseljahrbeschwerden wurden in diversen Studien untersucht. So ist heute beispielsweise bekannt, dass sich unter den pflanzlichen Mitteln die Traubensilberkerze im Vergleich zu einem Placebo als sehr effektiv erwiesen hat. Eine lindernde Wirkung haben auch Soja-Isoflavone. Dass bei asiatischen Frauen in den Wechseljahren kaum Symptome auftreten, hat vermutlich mit deren sojahaltiger Ernährung zu tun. Abhilfe schaffen können zudem Hypnose, Akupunktur oder eine kognitive Verhaltenstherapie.

Hormonersatztherapie

Die Hormonersatztherapie kommt zum Zuge, wenn sanfte Mittel nicht die gewünschte Wirkung zeigen. Rund ein Drittel der Frauen lässt sich hormonell behandeln. Bei 95 Prozent ist diese Therapie erfolgreich, sodass die Wallungen abnehmen und die Lebensqualität wieder steigt. Oftmals fürchten sich Frauen vor einem erhöhten Brustkrebs- oder Thrombose-Risiko. Bei richtiger Dosierung und Zusammensetzung der hormonellen Mittel sind diese Risiken jedoch sehr gering. Mit jeder Patientin muss individuell die für sie geeignete Therapie besprochen werden.

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