26. März 2026

Allergierisiko bei Babys senken

Allergierisiko bei Babys senken

Allergien können sich bereits im Säuglingsalter zeigen. Ob ein Kind nach der Geburt eine Allergie entwickelt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einige davon können Sie als Eltern gezielt beeinflussen. Erfahren Sie, welche das sind und wie Sie das Allergierisiko Ihres Kindes frühzeitig reduzieren.

(Nele-Marie Gölzer, geschäftsführende Apothekerin, Medbase Apotheke Affoltern am Albis)

Der Einfluss der Gene

Einige Babys entwickeln Allergien, andere nicht. Ausschlaggebend ist oft die familiäre Veran-lagung. Die Neigung zu allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma bronchiale oder Hausstauballergie kann vererbt werden. Auch Neurodermitis gehört zu den genetisch beein-flussten Erkrankungen. Sind Mutter, Vater oder Geschwister betroffen, besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass auch das Immunsystem des Kindes auf bestimmte Reize über-empfindlich reagiert. Ein erhöhtes Risiko bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sich eine Allergie entwickelt.

Mögliche Anzeichen im Babyalter

Hautveränderungen wie schuppige Kopfhaut, Ausschläge in Form von Ekzemen oder Quaddeln wie auch Anzeichen von Neurodermitis können Hinweise auf eine allergische Reaktion sein. Auch der Verdauungstrakt reagiert manchmal empfindlich. Krampfartige Bauchschmerzen (Koliken), Blähungen, anhaltender Durchfall, häufiges Spucken, Erbrechen, Schluckbeschwerden oder ein unzureichender Gewichtsanstieg können ebenso auf eine Allergie hindeuten.

Häufige Auslöser

Im Säuglingsalter können unterschiedliche Stoffe allergische Reaktionen oder lokale Reizungen auslösen. Dazu zählen bestimmte Nahrungsbestandteile wie Kuhmilch, Ei oder Soja, aber auch Inhaltsstoffe von Waschmitteln oder Pflegeprodukten sowie Insektengifte, die mit der empfind-lichen Babyhaut in Kontakt kommen.

 

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Allergierisiko senken

Stillen unterstützt die Reifung des Immunsystems und kann das Allergierisiko verringern. Mut-termilch versorgt Ihr Baby optimal mit wichtigen Nährstoffen. Deshalb wird empfohlen, 
wenn möglich in den ersten sechs Monaten zu stillen. Wird nicht oder nur teilweise gestillt, kann vorsorglich ein sogenanntes hypoallergenes Milchpulver verwendet werden. Im Falle einer nachgewiesenen Allergie auf Kuhmilch kommen Proteinvollhydrolysate zum Einsatz. Wichtig ist: Stillen Sie Ihr Baby möglichst vier Monate lang ausschliesslich mit Muttermilch. Führen Sie anschliessend neben dem Stillen schrittweise die Beikost ein. 

Auch das Umfeld spielt eine Rolle. Ohne familiäre Vorbelastung sind Haustiere in der Regel unbe-denklich. Bei einem erhöhten Allergierisiko wird von Katzenhaltung abgeraten, Hundehaare gelten meist als unproblematisch. Regelmässiges Lüften reduziert Schadstoffe, Feuchtigkeit und Schimmelsporen in Innenräumen. Zudem profitiert das Immunsystem Ihres Kindes vom Aufenthalt im Freien: Der Kontakt mit natürlichen Reizen wie Pollen und Gräsern unterstützt eine gesunde Entwicklung der Abwehrkräfte.

Eine rauchfreie Umgebung ist besonders wichtig – zu Hause ebenso wie unterwegs. Zigaret-tenrauch belastet das Immunsystem und erhöht das Risiko für Asthma und andere chronische Atemwegserkrankungen. Auch die Hautpflege verdient Aufmerksamkeit: Die Babyhaut ist empfindlich und kann schnell auf Duft- oder Konservierungsstoffe reagieren. Verwenden Sie parfümfreie Pflegeprodukte und baden Sie Ihr Baby mit lauwarmem Wasser und milder Seife. Das schützt vor Reizungen und Allergien. Ein konsequenter Verzicht auf potenziell allergene Lebensmittel wie Milch oder Eier ist nicht nötig und auch nicht empfehlenswert. Der frühzeitige Kontakt mit Allergenen unterstützt die Immunentwicklung. Ausserdem birgt eine einseitige Ernährung das Risiko eines Nährstoffmangels.

Allergietests bei Babys

Ob tatsächlich eine Allergie vorliegt, kann nur durch eine ärztliche Abklärung festgestellt werden. Allergietests sind jedoch meist erst ab dem dritten Lebensjahr sinnvoll, da sie zuvor oft noch kein verlässliches Ergebnis liefern. Besprechen Sie bei Verdacht auf Allergien das Vorgehen mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt.

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